Pauluskirche

145 n. Chr. stand an der Stelle der Pauluskirche ein römischer Podiumstempel. 774 n. Christus wird erstmals eine Kirche erwähnt. Im Chorraum besonders beachtenswert: das Fresko "Legende von den drei Lebenden und den drei Toten" aus dem 14./15. Jh.

Geschichte

Die Akten des Klosters Lorsch nennen 774 n. Chr. eine "Basilica in Villaner marca". Es ist zugleich die erstmalige Erwähnung einer Kirche in Badenweiler. Wann sie gebaut und wem sie geweiht war, ist unbekannt. Der Platz auf dem auch heute die Pauluskirche steht, war bereits in römischer Zeit ein religiöser Kultplatz. Die Römer bauten hier im Jahre 145 n. Chr. einen großen Podiumstempel. Der Tempel stand auf einem "Pfahlrost". Die Tempelbauer trieben angespitzte Eichenpfähle in den lehmigen Boden um das Erdreich für dieses schwere Bauwerk zu befestigen. Beim Aushub für die jetzige Kirche wurden im Frühjahr 1892 die vorgefundenen römischen Mauern und auch Mauerreste verschiedener Vorgängerkirchen in die Planzeichnung für die neue Kirche mit aufgenommen.

Breits 1871 beklagten sich Kurgäste über den schlechten Zustand der alten Kirche. Sie wurde im Verlauf mehrerer Kriege immer wieder zerstört und meist nur behelfsmäßig wieder instand gesetzt. 1892 wurde der Kirchenneubau im neoromanischen Stil in Angriff genommen. Am 18. Oktober 1893 wurde der Grundstein gelegt. Das neue, in rotem Sandstein errichtete Gotteshaus wurde nach fast fünfjähriger Bauzeit am 26. Juni 1898 in Anwesenheit des Großherzogs Friedrich I. von Baden und seiner Gemahlin Luise eingeweiht.

Die früheren Kirchen standen noch auf römischen Mauern von ca. 4 m Höhe, etwa die Hälfte davon wurde beim Bau dieser Kirche abgenommen. Der Turm steht nicht mehr auf der Westseite wie bei den Vorgängerkirchen, sondern im nordöstlichen Winkel zwischen Langhaus und Querschiff. Mit ca. 45 m Länge und 35 m Breite im Querschiff wurde die Kirche wesentlich größer als ihre Vorgängerinnen. Die Westseite über dem Haupteingang schmückt eine farbenprächtige Rosette. Durch den Einbau der Orgel kommt sie aber von innen nicht mehr zur Geltung. Den Chorraum verschönern vier große Fenster. Die Darstellungen von links nach rechts zeigen: Geburt Christi, Kreuzigung, Auferstehung und Kindersegnung.

Altar, Orgel und Geläut

Der 1898 im Chorraum eingebaute neugotische Altar wurde bereits 1960 durch den damals modernen Altar ersetzt. Ergänzt wurde dieser Altar 1964 durch ein handgeschnitztes Kruzifix, eine spätromanische Arbeit aus dem oberrheinischen Raum.

Die heutige Orgel wurde 1964 von der Firma Friedrich Weigle aus Stuttgart-Echterdingen gebaut. Sie hat mechanische Schleitladen mit 37 klingenden Registern, verteilt auf drei Manuale und ein Pedal, dazu eine elektrische Setzeranlage. 1974 wurde der Spieltisch umgestaltet.

Das Geläut im Turm besteht aus vier Bronzeglocken. An den Wänder der Kirche befinden sich verschiedene Grabsteine.

Qelle: Kulturhistorischer Führer durch Badenweiler/ Rudolf Gfell ISBN 3-932172-07-08

Gottesdienste:
Sonntag 10.00 Uhr

Evang. Pfarramt
Blauenstr. 3
Tel.: ++49 (0) 76 32 / 3 87
Fax: ++49 (0) 76 32 / 82 35 11
evang.pfarramt.badenweiler@t-online.de

Sekretariat:
Gerlinde Bräutigam
Di, Do, Fr. von 10.00 - 12.00 Uhr

Zum Kirchspiel gehören auch Niederweiler, Zunzingen, Schweighof, Lipburg und Sehringen.
Dem Schaukasten und dem Gemeindebrief sind die dortigen Gottesdienste zu entnehmen.
Zu allen Orten gibt es wunderschöne Spazierwege.

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