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Freitag, 14. Januar 2011

Traumhochzeit im Heilbad

Das Standesamt Badenweiler registrierte im Vorjahr 45 Trauungen, so viele wie noch nie seit 1870.

Badenweiler wird als Ort für Hochzeiten immer beliebter. Nicht nur Brautpaare aus der Region geben sich im Heilbad das Ja-Wort. Die Statistik des Standesamtes wird seit 1870 geführt. Doch so viele Trauungen wie im Vorjahr, nämlich 45, gab es in Badenweiler noch nie.

 

Die Anfragen hätten seit sechs Jahren stetig zugenommen, berichten die Standesbeamtinnen Annette Heß und Martina Hofmann. 2010 wurden nun 45 Paare getraut, wobei nur elf von ihnen auch in Badenweiler wohnen. Viele seien aus umliegenden Gemeinden gekommen, vor allem aus Müllheim, berichten Heß und Hofmann. Aus ganz Deutschland kämen aber Paare, so aus Darmstadt, Frankfurt und Hamm. Und jedes Jahr stammten jeweils vier bis fünf Brautpaare aus der Schweiz und aus Frankreich, sagt Annette Heß.

 

Die meisten Hochzeiten finden in Badenweiler in den Monaten April bis Oktober statt. Dann können sich Brautleute auf Wunsch im "Belvedere" oder – ab diesem Jahr – auch in der Römischen Badruine trauen lassen. Im Winter sei das mangels Heizung nicht möglich, sagt die Standesbeamtin. Möglich sind in Badenweiler Trautermine an allen Samstagen und Hochzeiten, die auch originelle Sonderwünsche berücksichtigen. So habe ein Paar im Schottenrock geheiratet und das "Ave Maria" sei mit dem Dudelsack gespielt worden. Auch eine esoterische Trauung mit Kristallsteinen und Tarotkarten habe es schon gegeben. Und 2009 hat sich ein Paar auf der Burgruine die Eheringe von zwei angeflogenen Weißkopfseeadlern bringen lassen. Sonderwünsche von Paaren und die darauf abgestimmten Dekorationen organisiert Eventchefin Angelika Lesniak von der Badenweiler Thermen undTouristik GmbH (BTT) mit Unterstützung von Kurparkgärtner Harald Schwanz, so Heß.

 

Quelle: Badische Zeitung Sigrid Umiger

 
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