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Donnerstag, 24. Juni 2010

Sanierung des Kurhauses Badenweiler

Finanzminister Willi Stächele: „Für die Sanierung des Kurhauses in Badenweiler stellt das Land 5 Millionen Euro zur Verfügung“

Der Finanzminister von Baden-Württemberg, Willi Stächele, hat am Dienstag in Badenweiler die offizielle Freigabe für das Sanierungsprojekt Kurhaus erteilt. Knapp acht Millionen Euro werden dafür veranschlagt. Für den ersten Bauabschnitt, die energetische Sanierung, sind fünf Millionen Euro im Landesetat eingestellt. Baubeginn soll, je nach Wetterlage, im Januar 2011 sein.

 

Das Kurhaus Badenweiler, eine Immobilie des Landes, wurde 1972 gebaut und gilt bis heute als architektonisch herausragend. Verantwortlich für die Renovierung sind Baudirektor Michael Borrmann vom Freiburger Amt Vermögen und Bau Baden-Württemberg und Architekt Frank Tegeler, der Projektleiter. Der erste Bauabschnitt dauere zwei Jahre, so Tegeler, weil für die Betonsanierung der großen Außenfassade zwei Sommer mit Schönwetterperioden notwendig seien.

 

Schwierig gestalte sich die Dachsanierung, erläuterte Michael Borrmann, denn das große Flachdach wird auf verschiedenen Ebenen als begehbare Terrasse genutzt. Hier müssen sämtliche Platten entfernt werden, um die Wärmedämmung anbringen zu können. Die Glasflächen der Gebäudehülle werden ausgetauscht gegen Wärmedämmfenster, die bodentief angebracht werden und somit das Haus heller machen. Auch der Eingang wird neu verglast, das Foyer bleibe jedoch erhalten, sagte Tegeler.

 

Für den zweiten Bauabschnitt, der 2012 beginnen und sechs Monate dauern soll, werden "mindestens" 2,5 Millionen Euro benötigt, schätzen die Architekten. Diese Phase umfasst den Innenausbau mit einer Neuaufteilung der Räumlichkeiten, um im Kurhaus Tagungen und Seminare zu ermöglichen. Verlagert ins Gebäude – angrenzend an das Kurhausrestaurant – wird die Touristinfo der Badenweiler-Thermen-Touristik (BTT). "Diese Zentralität ist gästefreundlich und daher sehr wichtig", sagte BTT-Geschäftsführerin Kornelia Harff-Asch.

 

Finanzminister Stächele lobte Gundolf Fleischer, der ihn vor drei Jahren in seiner Funktion als Staatssekretär von der Notwendigkeit der Sanierung überzeugt habe und federführend verantwortlich sei für die Einstellung der Mittel im Landesetat, erinnerte Willi Stächele. Damit nach der Außensanierung auch die Funktionsänderung zügig realisiert werden könne, müsse im kommenden Doppelhaushalt auch zwingend das Geld für den zweiten Bauabschnitt eingestellt werden, appellierte Fleischer an den Finanzminister.

 

Die Gemeinde sei dankbar, dass im Kurhaus Grundlagen für eine zeitgemäße Nutzung verwirklicht werden, sagte Bürgermeister Karl-Eugen Engler. Beim Zeitplan für den Bau wolle der Gemeinderat miteinbezogen werden, da das Geschehen im Kurort berücksichtigt werden sollte. Die Nutzung des Kurhausrestaurants sei, vor allem wenn das Gebäude eingerüstet ist, nur eingeschränkt möglich, gab Architekt Tegeler zu bedenken.

 

Quelle: Badische Zeitung

 
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