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Dienstag, 01. Dezember 2009

Nur Kooperation führt zum Erfolg

"Badenweiler für die südlichen Momente im Leben" – das ist der neue Slogan, mit dem sich Badenweiler am touristischen Markt positionieren will. Die Referenten stellten klar: "Ohne Kooperation läuft gar nichts." Wie man die Motivation am Laufen hält, schilderte die Triathletin Nicole Leder.

Zahlreiche Beherberger und Einzelhändler interessierten sich am 17.November 2009 für die Präsentation der BTT im Kurhaus.

 

Professionelle Fotos werben im neuen Gastgeberkatalog mit dem zertifizierten gesunden Klima in Badenweiler: Ob beim Wandern, Radfahren, Relaxen, Genießen oder bei Tagungen – immer bietet sich eine entspannte Atmosphäre mit Genussklima inmitten von Kunst und Kultur. Mit 1700 Sonnenstunden im Jahr ist Badenweiler eine mediterrane Oase, die dem Gast Arrangements offeriert, damit er die Augenblicke des Glücks genießen kann – zum Beispiel bei einem Kurzurlaub. Die Bilder halten die Momente fest, die beim Gast Sehnsüchte wecken sollen.

 

"Verkauft wird über Emotionen", betonte BTT-Geschäftsführerin Kornelia Harff-Asch. Das sei aber nur das erste Glied in einer Dienstleistungskette, die sich als Einheit verzahnen müsse. Das konkretisierte Wolfgang Mayer von der beauftragten Werbeagentur. Bilder und Imagekampagnen könne man nicht verkaufen, nur Produkte. Dazu gehöre vor allem eine aufmerksame, individuelle Gastlichkeit, eine produktorientierte Kommunikation und Design-Qualität.

 

Knallharte Fakten auf den Punkt brachte der Tourismusexperte, Professor Bernd Eisenstein vom Institut für Management und Tourismus in Heide. Einzige Chance sei: "Kooperation untereinander und mit der BTT." Viel Reiseerfahrung erhöhe die Ansprüche der Urlauber bis zur Anspruchsinflation: "Der Gast hat die Macht und die Auswahl." Günstige Preise helfen kurzfristig. Langfristig gelte Markenpolitik, nämlich besser zu sein als andere. Der ganze Ort werde vom Gast als ein einziges Produkt wahrgenommen. Was schief läuft, könne nicht korrigiert werden. Drum appellierte der Professor: "Zusammenarbeit ist der alles entscheidende strategische Wirtschaftsfaktor." Eisenstein sprach auch Hemmschwellen an, die Kooperationen verhindern, vor allem Egoismus, und warnte: "Wenn alle das persönlich Beste anstreben, bekommen alle nichts, weil das den Ort nicht weiter bringt." Nur Beiträge zahlen und alles andere der BTT zuschieben funktioniere nicht. Trittbrettfahrer, die nichts tun, sollte man unbedingt outen.

 

Kleine Betriebe müssen sich den großen unterordnen
Müssen sich die kleinen Betriebe den großen unterordnen? Bernd Eisenstein sagt: "Ja, denn Wettbewerb wird über die Großen entschieden." Sie sollten die Kleinen nicht unterbuttern, aber mitnehmen. Workshops, Streitgespräche und qualifizierbare Ziele, die gemessen werden, führten weiter. Gefragt sei viel Geduld und Durchbeißen, auch wenn Rückschläge folgen, riet der Professor.
Solche Herausforderungen kennt Triathletin Nicole Leder, die bereits vier Mal Siegerin beim Ironman war. Wer nach einer Stunde Schwimmen fünf Stunden Rad fährt (180 Kilometer) und direkt im Anschluss einen dreistündigen Marathon läuft, weiß, was Geduld und Ausdauer bedeutet. Die 38-Jährige will erneut beim Ironman 2010 in Hawaii starten. Sie trainiere gerne in Badenweiler, weil es hier um fünf Grad Celsius wärmer sei als andernorts, betonte die sympathische Vorzeigesportlerin. Man müsse stets positiv denken und auf Rückenwind hoffen. Zum Ziel führe ein starker Wille, Leidenschaft und Spaß, erklärte Nicole Leder.
Motivation ist auch in Badenweiler Programm. Kornelia Harff-Asch kündigte Workshops an und kredenzte den Beherbergern ein neues Produkt der BTT: ab Januar 2010 gibt es "Konus". Mit dieser Gästekarte kann jeder Feriengast kostenlos alle öffentlichen Verkehrsmittel nutzen, etwa zwischen Basel, Freiburg, Rottweil, Calw und im Schwarzwald.

 

Autor: Sigrid Umiger, BZ

 
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