"Früher habe ich viele Arien gesungen – heute mehr Jazz und Soul"
BZ-INTERVIEW mit der 18-jährigen Natalia Ducka aus Badenweiler, die am Samstag bei der Gospelnight in der Pauluskirche in dem Kurort auftritt.
Die 18-jährige Natalia Ducka aus Badenweiler ist Abiturientin am Markgräfler Gymnasium – und eine talentierte Nachwuchsmusikerin. Am Samstag tritt sie bei der Gospelnight in Badenweiler auf. Julia Senft sprach mit der Sopranistin über ihre Liebe zur Musik und ihre Pläne.
BZ: Wie kamen Sie zum Engagement bei "Gospel & More"?
Natalia Ducka: Die Veranstaltungsleiterin Angelika Lesniak hat mich gefragt, ob ich mitmachen möchte. Sie organisiert auch die Auftritte des Kurorchesters Prima la Musica, bei dem mein Vater mitspielt und das mich am Samstag begleitet. Und ich habe schon öfter bei denen mitgesungen, zum Beispiel bei anderen Konzerten wie dem Weihnachtskonzert.
BZ: Gesang, Trompete und Piano, das verspricht musikalische Vielfalt, außerdem haben Sie auch das Komponieren für sich entdeckt. Wann hatten Sie Ihren ersten Musikunterricht, und welches Instrument erlernten Sie als Erstes?
Ducka: Ich interessierte mich recht früh für die Musik. Das liegt wahrscheinlich auch an meinem Vater, er ist Musiker und spielt Jazz-Trompete. Meine Eltern haben mein musikalisches Interesse bemerkt und mich daraufhin besonders gefördert. Im Kindergarten nahm ich an der musikalischen Früherziehung teil. Mit fünf Jahren begann ich dann, Geige zu spielen. Als ich zwölf Jahre alt war, wechselte ich zur Trompete und erhielt Gesangsunterricht. Klavier spiele ich auch, aber nur als Begleitung zum Gesang.
BZ: Sie haben bereits einige Auszeichnungen erhalten: Viermal haben Sie bei Jugend musiziert teilgenommen und 2010 bei einem Auslandsaufenthalt in den USA den ersten Platz bei dem Montana State Music Festival erreicht. Das klingt nach intensivem Üben und regelmäßigem Proben. Wie viel Zeit investieren Sie für Ihr musikalisches Hobby?
Ducka: Ich versuche natürlich, täglich zu üben; vor allem Stimmtraining ist wichtig. Außerdem habe ich einmal die Woche Gesangsunterricht bei der Sopranistin Regina Kabis. Ich bin auch in der Big Band des Markgräfler Gymnasiums, wo ich Trompete spiele. Und ich singe im Oberstufenchor der Schule. Wenn ich das alles zusammen zähle, komm ich bestimmt auf zehn Stunden die Woche.
BZ: Im Frühjahr machen Sie Ihr Abitur. Bleibt neben Schule und Musik noch Zeit für andere Hobbys?
Ducka: Ich muss schon viel für die Schule machen, damit bin ich gut beschäftigt, besonders jetzt im letzten Schuljahr. Ansonsten mache ich auch gerne Sport oder treffe mich mit Freunden zum Musizieren. Wir haben ein Band-Projekt, in dem ich singe, das geht mehr in Richtung Rockmusik, aber so oft wie möglich treffen wir uns auch einfach so.
BZ: Wie würden Sie Ihr musikalisches Repertoire beschreiben?
Ducka: Früher habe ich viele Arien gesungen und klassische Lieder. Seit diesem Jahr lege ich meinen musikalischen Schwerpunkt, gerade durch solche Veranstaltungen wie dem "Gospel & More" in Badenweiler mehr auf Jazz und Soul. Ich möchte mich auch in Zukunft auf dieses Genre konzentrieren. Doch ich nehme weiterhin klassischen Gesangsunterricht, um mich auf mein fachpraktisches Musikabitur vorzubereiten.
BZ: Hören Sie diese Musikrichtung auch privat?
Ducka: Ja, besonders Soul, so wie Aretha Franklin und Joss Stone. Aber ich höre auch gerne Popmusik, Gitarrenpop. Dadurch dass ich in der Schule im vierstündigen Musikkurs bin und auch im Fach Musik meine Abiturprüfung ablegen werde, komme ich auch mit Musik aus Epochen wie Barock und Romantik, Klassik und Moderne in Berührung, was mir auch sehr gut gefällt. Sonst höre ich, was gerade so läuft, Charts und so, wie alle eigentlich.
BZ: Wollen Sie die Musik zu Ihrem Beruf machen?
Ducka: Ja, das würde ich gerne versuchen. In Basel gibt es eine Jazzschule, dort möchte ich mich für einen Studiumsvorbereitungskurs bewerben. Man hat bessere Chancen und man wird dort gezielt auf die Aufnahmeprüfung zum Studium vorbereitet. Aber ich möchte mich auch an anderen Musikhochschulen bewerben. Ich bin gerade dabei, mich zu informieren, was es alles noch so gibt. Das muss ich jetzt tun, denn während der Abiturvorbereitung bleibt dafür keine Zeit. Ich werde mich auf jeden Fall in Basel bewerben, aber vielleicht ziehe ich auch weiter weg. Das weiß ich noch nicht so genau.
Gospelnight: Natalia Ducka ist bei der Gospelnight (Gospel & More) am 1. Oktober, 19.30 Uhr, in der Pauluskirche in Badenweiler zu hören. Tickets sind im Vorverkauf bei der Tourist-Information Badenweiler für 16 Euro und an der Abendkasse für 17 Euro erhältlich. Einlass ist von 18.30 Uhr an.
Quelle: Badische Zeitung




