Ein Abend mit vielen Herzen
Etwas ganz Besonderes hatten sich Angelika Lesniak und das Ensemble Prima la Musica für ihre Gäste und für die BZ-Weihnachtsaktion ausgedacht.
Sie veranstalteten im kleinen Saal des Kurhauses ein Weihnachtsliedersingen. Im wahrsten Sinne des Wortes ein "Konzert mit Herz", denn die Freude am Singen und Geben wurde den Gästen noch versüßt mit kleinen Schokoladenherzen, die großzügig verteilt wurden.
Die gemeinsam gesungenen Lieder waren allen wohlbekannt: Angefangen bei "Vom Himmel hoch" über "Süßer die Glocken nie klingen" bis hin zu den schwungvollen "Jingle Bells" beschworen sie Erinnerungen an Weihnachtsabende in der Kindheit. Dazu gab’s ein Liederheft, wunderschön illustriert mit nostalgischen und winterlichen Bildchen. Das Ensemble Prima la Musica begleitete den Gesang mit kammermusikalischen Klängen.
Zum Schein von Kerzen trug Angelika Lesniak dazwischen kleine Geschichten und Gedichte zur Weihnachtszeit vor: anrührendes, Besinnliches und Liebevolles aus der "guten alten Zeit", von Sternen am klaren Winterhimmel und Kerzen in der warmen Stube, vom Wünschen und von Geschenken, aber auch von Zeiten der Armut. Lustiges wie "Die Weihnachtswünsche des kleinen Nimmersatt" war ebenso darunter wie "Der nie gesehene Stern" von Carl Zuckmayer und die moderne Glosse "Knabenchor" von Uwe Strück. Es fehlte auch nicht die nachdenklich stimmende Meditation über die "Gedanken einer Kerze": Nur wenn sie brennt, kann sie ihre Umgebung erwärmen und erleuchten, doch indem sie brennt, wird sie weniger und muss schließlich erlöschen. Doch ist das nicht die eigentliche Aufgabe der Kerze? Und ist es nicht genauso beim Menschen?
"Das Motto des Abends, "May the Lord send Angel" – Möge der Herr seine Engel senden – verband sich mit den Namen der vier Kerzen am Adventskranz: Frieden, Vertrauen, Liebe und – als Wichtigstes – die Zuversicht, die man nie verlieren sollte. Die Gäste erlebten einen wunderbaren Abend und erfreuten sich an den Vorträgen, aber vielleicht noch mehr daran, wieder einmal so viele Weihnachtslieder mitsingen zu dürfen.
Quelle: BZ Sigrid Umiger




