Begeisterungspfiffe und donnernder Applaus für die Bühnenshow
"Pop und Poesie" von SWR 1 sorgte in Badenweiler für ein ausverkauftes Kurhaus – und große Begeisterung bei den Zuschauern, die aus der ganzen Region kamen.
Er sorgte nicht nur für ein ausverkauftes Kurhaus, sondern löste anhaltende Begeisterungsstürme aus: Radiomoderator Matthias Holtmann mit seiner Liveproduktion "SWR 1 Pop und Poesie in Concert". Nicht nur Holtmanns teils sarkastischer Humor, sondern auch der brillante Auftritt seiner Band machten den Abend zu einem Erlebnis.
Es war das typische SWR 1-Publikum, das sich im voll besetzten Bühnensaal fand. Das Durchschnittsalter lag bei 40 bis 50 Jahren. Dem entsprach auch das Musikprogramm, das sich an Rock- und Pophits aus den 70er und 80er Jahren orientierte. Die Band um Matthias Holtmann zeigte sich beeindruckt: Schon vom ersten Song an ging das Publikum bei den rockigen Gassenhauern mit. Besonders die stimmgewaltigen Sängerinnen Britta Medeiros und Simone von Racknitz, aber auch die ausgezeichneten Musiker der Band wurden ihrem legendären Ruf aus dem Äther gerecht – dort läuft die Reihe "Pop und Poesie" mit großem Erfolg.
Die Band war nach den Worten Holtmanns in einem landesweiten "Casting-Gemetzel" rekrutiert worden. Tatsächlich war es Holtmann und dem musikalischen Leiter Peter Grabinger gelungen, überdurchschnittlich gute Musiker für das Projekt zu gewinnen. "Spielen Sie mal an einem so verschneiten Tag einen Sommerhit der Eagles", führte Moderator Holtmann auf das erste Lied hin. Lockere Sprüche, Wortspielereien, Komplimente und verbale Schlagabtausche mit den Bandmitgliedern, mit denen Holtmann ganz nach Radiomanier von Hit zu Hit überleitete, machen das Veranstaltungs-konzept aus. Ob Peter Gabriels "Salisbury Hill" oder die "Bohemian Rhapsody", die Band überzeugte immer wieder mit eigenen Interpretationen. Und waren die Damen der Band mal nicht am Mikrofon, dann zeigten die anderen Bandmitglieder ihr vokales Können.
"Wir sind gerne hier in Badenweiler. Das ist ein schöner Fleck – auch wenn er gerade im Schnee ersäuft", stellte Holtmann zwischendurch fest. Virtuos waren die Gitarristen, die mit ihren Gitarren-Riffs bei "Sultans of Swing" von den Dire Straits für erste "Standing Ovations" sorgten. Einer der absoluten Hitkracher an diesem Abend war "Highway to Hell", der rockige Evergreen der australischen Band AC/DC. Neben den Songs lag der Unterhaltungswert vor allen Dingen im Bereich der Poesie. Simone von Racknitz und Jochen Stöckle beeindruckten bei der Darstellung der ins Deutsche übersetzten Liedtexte mit Ausdrucksstärke, schauspielerischem Geschick und Wortwitz.
Die Zuhörer äußerten sich begeistert. "Ist das nicht geil? Ich konnte mir das in der Live-Version gar nicht so vorstellen", stellte Andrea Dengler beeindruckt fest. "Wir sind extra für dieses Ereignis aus Freiburg gekommen. Wir sind total begeistert", erzählte ein Ehepaar. "Ich finde es klasse, dass so etwas vor unserer Haustür stattfindet", sagte eine Besucherin aus Müllheim. "Ich liebe diese Show im Radio. Live ist sie sogar noch besser", freute sich Beate Stich aus Müllheim. Ihr Ehemann Harry brachte es auf den Punkt: "Es ist einfach großartig." Diese Begeisterung drückte das Publikum während des Konzertes und vor allem beim Finale auch aus: Mit "Standing Ovations", minutenlangem Applaus und lauten Begeisterungspfiffen bedachten sie die einzelnen Beiträge.
Der Zuspruch durch die Fans ließ das zehnköpfige Ensemble ebenfalls nicht kalt. "Sie waren ein tolles Publikum. Wir kommen gerne wieder", verabschiedete sich Matthias Holtmann. Sehr geehrte Damen und Herren,
Quelle: Badische Zeitung







