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Mittwoch, 21. April 2010

Basler Musiker bringen die «Carmina Burana» in Badenweiler zur Aufführung

Popstar Michael Jackson verwendete sie als Eröffnung seiner Bühnenauftritte und der Magier David Copperfield als Spannungsmittel vor verblüffenden Illusionstricks: Kaum jemand kann sich der elementaren Kraft von Carl Orffs populärstem Werk, den «Carmina Burana», entziehen.

Bis in die hintersten Ränge füllte sich am vergangenen Samstag die Evangelische Pauluskirche von Badenweiler, wo das monumentale Chorwerk auf dem Konzertprogramm stand. Bereits im hymnischen Anfangschor «O fortuna» zeigte sich die Qualität der Aufführung: Das Sinfonieorchester TriRhenum Basel unter der Leitung von Andreas Brenner spielte kraftvoll auf und liess die jugendlichen Stimmen des Chors Gymnasium Münchenstein zur vollen Entfaltung kommen. Beeindruckend, wie präzis diese beiden umfangreichen Klangkörper aufeinander abgestimmt waren – in den tänzerischen wie in den lyrischen Passagen. Der Chor brillierte nicht nur gesanglich, sondern liess auch das Auge an der Musik teilhaben. Dies gelang in einer raffiniert einfachen, aber umso effektvolleren Choreographie (Einstudierung: Selina Thüring).

 

Hervorragend die Solisten: Die Sopranistin Annina Künzi sang mit prächtig warmem Timbre und leuchtender Strahlkraft in den hohen Lagen, Nando Brügger packte durch seinen agilen und ausdrucksstarken Bariton. Nicht zu vergessen das eindrucksvolle Lamento des gebratenen Schwans (Timothy Löw) und der im «Cours d’amour» dazu tretende Chor der Musikakademie Basel, dessen glockenreine Kinderstimmen entzückten. Die Aufführung überzeugte durch die von jugendlichem Elan gespiesene, lucide und präzise austarierte musikalische Kraft. Ein Klangereignis wie aus einem Guss. Das Publikum bedankte sich mit begeistertem Applaus und würdigte die Leistung der Basler Musikerinnen und Musiker in Standing Ovations.

 
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