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Dienstag, 03. Juni 2008

Badenweiler wird zur Klima Oase

Expertentagung – Agenda wird in Potsdam präsentiert

Badenweiler, 11. April 2008 – Badenweiler wird in dem bevorstehenden Klimawandel eine „heilsame Oase von wachsender Bedeutung“ sein. „Aufgrund der günstigen geografischen Lage wird in dem Heilbad das Klima so stabil wie kaum anderswo bleiben“, sagte der designierte Präsi-dent der Deutschen Gartenbau-Gesellschaft 1822 (DGG), Karl Zwer-mann, zum Abschluss der zweitägigen Expertentagung „Klimaanpassung – Herausforderung für historische Garten- und Parkanlagen“.

Auf Initiative des Badenweiler Gartenlandschaftsarchitekten und Inhaber der Gärtnerei PlantHunter Dieter Franz Obermaier veranstaltete die Gar-tenakademie Baden-Württemberg die Tagung im Kurhaus von Badenwei-ler. Etwa 80 Fachleute aus den Bereichen Klimatologie, Ökologie, Gar-tenkultur, Gartendenkmalpflege, Natur- und Umweltschutz sowie Eigen-tümer historischer Park- und Gartenanlagen setzten sich in Arbeitsgrup-pen mit Fragen der Pflanzengesundheit oder der Arten- und Sortenwahl auseinander. Die politische Dimension zeigte die ehemalige Oberbür-germeisterin von Heidelberg und Umweltpreisträgerin 2007 der Deut-schen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Beate Weber, in ihrem Vortrag „Klimawandel als regionale Herausforderung“ auf. Über „Klimabedingte Veränderungen der Flora“ referierte der Baseler Universitätsprofessor Christian Körner vom Institut für Botanik.

Fazit der Tagung: Die mediterranen Luftströme führen dazu, dass in Ba-denweiler nahezu ganzjährig „milde Temperaturen herrschen, welche die Vegetation in den Garten- und Parkanlagen sehr begünstigen“, sagte der Baumsachverständige Thomas Herdt. Der Erholungsort werde dadurch zu einer „klimatisch außergewöhnlichen Oase“, stellten die Tagungsteil-nehmer übereinstimmend fest. Es wurde die „Badenweiler Agenda – Gar-tenkultur im Klimawandel“ erarbeitet. „Diese wird auf dem internationalen Gartensymposium im Juni in Potsdam präsentiert“, kündigte der Garten-landschaftsarchitekt Obermaier an.

 
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