Badenweiler wird energetisches Pilot- und Vorzeigeprojekt
- Markgräfler Kurort und die Badenweiler Energie GmbH (BaEnG) investieren gemeinsam in umweltfreundliche Energieversorgung -
Mit der Errichtung von zwei größeren Blockheizkraftwerken und einer neuen modernen Kesselanlage im Badenweiler Fernheizwerk „Im Pfarrwald 1“ sowie einem massiven Ausbau des bestehenden Wärmenetzes investieren die BaEnG, deren Gesellschafter die landeseigene Fernwärmegesellschaft Baden-Württemberg und der Freiburger Regionalversorger badenova sind, und der Kurort Badenweiler gemeinsam in eine neue umweltfreundlichere Energieversorgung. Spatenstich für das Vorzeigeprojekt wird voraussichtlich Mai 2012 sein, die Fertigstellung ist für Ende September 2012 geplant. Damit kann die Energieversorgung der von der Badenweiler Touristik und Thermen GmbH (BTT) betriebenen Bäder- und Kureinrichtungen nebst Kurhaus nicht nur möglichst wirtschaftlich, sondern auch deutlich umweltfreundlicher als bislang erfolgen.
Mit Umsetzung des neuen Energiekonzepts lassen sich die Energiekosten für die Bäder- und Kureinrichtungen um rund 20 Prozent senken. Gleichzeitig können aber auch mehr als 1.000 Tonnen CO2 jährlich eingespart werden. Das entspricht dem durchschnittlichen CO2-Verbrauch von 400 PKW. Eines der beiden neuen Blockheizkraftwerke im Fernheizwerk gehört der BTT. Damit kann der Bäderbetreiber BTT künftig einen Großteil der für seine Einrichtungen benötigten Wärme- und Stromgrundlast selber erzeugen. Durch die Aufstellung des BTT-eigenen Blockheizkraftwerks im am Ortsrand von Badenweiler gelegenen Fernheizwerk der BaEnG können im Kurbereich Schadstoffemissionen nachhaltig vermieden werden.
Für Badenweiler ist die im Oktober d. J. besiegelte Kooperation auf dem Energiesektor ein großer Erfolg. So geht der Kurort Badenweiler künftig anderen Gemeinden in Baden-Württemberg in Punkto umweltfreundlicher Energieversorgung als gutes Beispiel voran. Dem Vertragsschluss gingen eine lange Planungsphase und zahlreiche Vorgespräche voran. „Die Entscheidung für die Investition basiert auf dem Ergebnis einer professionellen Energieoptimierungsstudie, die sowohl technische Sanierungsmaßnahmen als auch energetische Optimierungsmaßnahmen untersucht hat“ erläutet Kornelia Harff-Asch, Geschäftsführerin der BTT. „Die dort aufgezeigten Energieeinsparpotentiale und Kostenreduktionen haben zum Handeln aufgefordert.“
Es habe mehrere konkurrierende Varianten für Investition in eine zukunftsträchtige Energieversorgung gegeben, die alle sorgfältig geprüft wurden. Sichtlich zufrieden sind Kornelia Harff-Asch und Bernd Richter, technischer Leiter der BTT, über die konstruktive Zusammenarbeit mit der BaEnG.
Als staatlich anerkanntes Heilbad lebt Badenweiler insbesondere auch von seinem guten örtlichen Klima. So ist das Interesse an umwelt- und klimaschonenden Maßnahmen groß. Bereits seit einigen Jahren spielt der Umweltaspekt bei Sanierungen oder neuen Investitionen eine große Rolle. Auch die energetische Sanierung des Kurhauses, deren erster Bauabschnitt Ende 2012 abgeschlossen sein soll, trägt zu einer weiteren Senkung des CO2-Ausstoßes bei.
Informationsveranstaltung für Bürger und touristische Leistungsträger
Von den Investitionen in eine umweltfreundlichere Energieversorgung können jedoch nicht nur die Bäder- und Kureinrichtungen, sondern auch viele Hotels, gastronomische Betriebe sowie private Haushalte in Badenweiler profitieren. Denn auch sie können sich äußerst preisgünstig an die umweltfreundliche Fernwärmeversorgung der BaEnG anschließen. Hierzu findet im I. Quartal 2012 eine Informationsveranstaltung der BaEnG in Badenweiler statt. Denn es ist schließlich im Interesse aller, möglichst viele Liegenschaften umweltschonend und effizient mit Energie zu versorgen.





