Baden wie in der Antike
Die Cassiopeia Therme in Badenweiler erklärt den Monat Mai zum "Römischen Monat". Mit zahlreichen Aktionen, darunter eine lange Thermennacht, wird die Badekultur der Antike zu neuem Leben erweckt.
Die Römer haben vor 2000 Jahren die warmen Quellen in Badenweiler entdeckt und mit dem Bau eines großen Badetempels den Ruhm des Heilbades begründet. Darauf besinnt sich die Cassiopeia Therme und erklärt den Monat Mai zum "Römischen Monat". Mit zahlreichen Aktionen, darunter eine lange Thermennacht, wird die Badekultur der Antike zu neuem Leben erweckt.
Im Mai gibt es täglich wechselnde Angebote zur Entspannung, Vorträge, Vorführungen und Speisen nach dem Vorbild der Antike, zubereitet in der "Cucina romana".
Für die Römer war Baden mehr als Reinlichkeit. Sie ließen sich verwöhnen und verköstigen bis tief in die Nacht. Das geht jetzt auch in der Cassiopeia Therme. Sie ist erstmals am Samstag, 8. Mai, bis Mitternacht geöffnet (ohne Aufpreis) unter dem Motto: "Entdecke den Römer in Dir". Danach gibt es diese lange Thermennacht jeden ersten Samstag im Monat. Es sei ein Wunsch vieler Badegäste gewesen, die normale Öffnungszeit (täglich bis 22 Uhr) ab und an zu verlängern, sagt Thermenleiterin Heike Kleber.
In der Therme startet der Römermonat am 1. Mai. Den ganzen Monat lang werden in der Wellness-Oase mit fünf Saunen, einem Steinbad und im Römisch-Irischen Bad Aufgüsse mit Duftmischungen der Antike offeriert, zum Beispiel mit Lorbeer-Zitrone. Auch Peelings mit Traubernkernöl gibt es. Im Römisch-Irischen Bad gibt es Seifenbürstenmassagen mit naturbelassener Olivenölseife und "Göttin Diana Abnobae-Ganzkörper-Ölmassagen". Die keltisch-römische Prinzessin wird auch leibhaftig (vom Outdoor-Theater Staufen) durch die Cassiopeia wandeln und die Geschichte der Römer erzählen.
Anekdoten über die Badesitten vor 2000 Jahren offerieren als Römer verkleidet Badenweilers Altbürgermeister Rudolf Bauert und Rudolf Gfell. André Heidinger baut seine Schusterwerkstatt im Foyer auf und fertigt Repliken römischer Schuhe mit dem damals üblichen Werkzeug und Material. Der Arzt Josef Rupp referiert auf der Dachterrasse des Römisch-Irischen Bades über die medizinische Wirkung des Weines, dem Kulturgut, das auch schon die Römer geschätzt haben.
Quelle: Badische Zeitung, Sigrid Umiger







