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Seh-Achse

Wandert man vom Haupteingang am Informations-Pavillon vorbei, befindet man sich auf der Sehachse mit
insgesamt sieben Stationen.

Das Sehen ist ein besonders wichtiger, dennoch zunächst meist unbewusster Sinn, dessen Aktivierung und Verfremdung hilft, sich des Sehvorgangs bewusst zu werden.

 

Die ersten fünf Stationen setzen das Auge in innere Aktivität.
Die letzten beiden Stationen, Spiegelschwelle und Durchblick zeigen, dass Sehen und Gesehen werden zugleich ein Inszenieren ist. Beim schöpferischen Blick auf der Bühne kann man das Schauspiel der blauen Berge oder des feurig roten Sonnenuntergangs genießen.

 

Seh-Achse

Oktoskop
Die erste Station ist ein Oktoskop, das den Blick auffächert. Beim Betrachten von Dingen, Gesichtern, Händen usw. zeigt sich die Schönheit optischer Symmetrie.

Rotierende Scheibe Kegel
Beim Blick auf die drehende Scheibe wird das Auge in innere Aktivität versetzt. Man sieht einen räumlichen Kegel oder Trichter. Bewegungserleben und Sehen sind eng verbunden.

Rotierende Scheibe Spirale
Beim Blick in die drehende Spirale verkleinert sich das Innere. Betrachtet man anschließend die Umgebung, vergrößern sich die Gegenstände (z. B. die Nase des Anderen etc.).

Glasprisma
Beim Blick durchs Prisma sieht man eine intensive Farbenbildung an unfarbigen Hell-Dunkel-Grenzen. In der einen Richtung entsteht ein gelb-roter, in der anderen ein blau-violetter Farbrand.

Doppelhelix
Die Doppelhelix bewegt sich zugleich auf- und abwärts, was unmöglich scheint und doch irgendwie möglich ist. Im Betrachten verbinden sich Sehsinn und Bewegungsinn.

Spiegelschwelle
Sie verdoppelt von außen die Landschaft und eröffnet nach innen einen unabsehbaren Lichttunnel, in dem man die eigene Gestalt unendlich oft vervielfältigt sieht.
Durch-Blick
Beim Blick durch den Fernseh-Rahmen wird der Blick, statt unstet zu schweifen, ruhig und beständig auf die Landschaft gerichtet. Die Bilderwelt wird zur Inszenierung.

 
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