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Anton Tschechow

Wenn du wüsstest, was hier für eine Sonne ist! Sie brennt nicht, sie liebkost!
Dies schrieb Anton Tschechow im Juni 1904 an seine Schwester Mascha über seinen Aufenthalt in Badenweiler. Der russische Dramatiker verstarb hier am 15. Juli 1904.

Nach einem Glas Champagner sollen die letzten Worte des Literaten von Weltrang „Ich sterbe“ gewesen sein. Schon als Tschechows Leibarzt ihn zur Genesung seiner langjährigen TBC nach Badenweiler schickte, war dem Schriftsteller und Denker vermutlich klar, dass dies seine letzte Reise sein würde. Die Krankheit war bereits zu weit fortgeschritten, auch anderswo hätte man Tschechow nicht mehr helfen können. Nach einer kurzen Besserung schöpft er dennoch Hoffnung, in seinen Briefen an die geliebte Schwester Martha schwärmt er von Badenweilers eigenem Zauber und der ihn hier „so liebkosenden Sonne“. Tschechows Liebe zu Badenweiler überträgt sich auf den ganzen Tschechow/Knipper-Clan. Sie ist der Beginn einer bis heute anhaltenden engen literatur-kulturpolitischen Beziehung Ost-West. Ein Besuch des Tschechow-Salons und der verschiedenen Gedenkstätten gibt tiefe Einblicke in das Werk Anton P. Tschechows und seiner Verbindung zu Badenweiler.

 

Literarisches Museum "Tschechow-Salon"
Das 1998 eröffnete Literarische Museum „Tschechow-Salon“ ist das einzige Museum in der westlichen Welt, das sich mit dem Leben, Werk und Wirken Anton P. Tschechows beschäftigt. Ein literaturhistorischer Schatz des Museums ist die Originalsammlung von Pressestimmen um 1960 zu Tschechows Umwertung vom "nur" originellen sozialkritischen Schriftsteller und "russischen Maupassant" zu einem Grundleger der literarischen Moderne und einem der wichtigsten Dramatiker auf deutschsprachigen Bühnen. Auch wird bei dem Museumsbesuch sehr schön deutlich, wie eng Literatur und politische Großwetterlage miteinander verknüpft sind.

Das Literarische Museum widmet sich neben Tschechow auch Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die durch ihre Person, ihr Schicksal oder ihr Werk mit Badenweiler besonders verbunden sind. Dazu zählen der Begründer des amerikanischen literarischen Naturalismus, Stephen Crane, der 1900 in Badenweiler verstarb; die deutsch-französische Schriftstellerin Annette Kolb und ihr deutsch-elsässischer Schriftsteller-Freund René Schickele, welche beide in Badenweiler heimisch wurden, der Schriftsteller und Dichter Hermann Hesse sowie die zeitgenössische Schriftstellerin Gabriele Wohmann. Literarisches Museum "Tschechow Salon", Kuhaus Badenweiler, Wiesengeschoss, täglich 10 - 18.00 Uhr geöffnet.

 

Weitere Informationen zum Literarischen Museum „Tschechow-Salon“ finden Sie unter:

www.literaturland-bw.de

 

Informationen zur Deutschen Tschechow-Gesellschaft e. V. finden Sie unter:

www.deutsche-tschechow-gesellschaft.de

 
 
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