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Freitag, 30. April 2010

Auf Anhieb unter den Top Ten gelandet

Agenda Schlossberg Badenweiler freut sich über die Prämierung des Gutedelgarten-Weines.

Unter 270 Mitbewerbern die Top Ten zu erreichen, ist eine Leistung: Geschafft hat das der Wein aus dem Gutedelgarten am Schlossberg Badenweiler. Er wurde beim Gutedel-Cup mit dem 10. Platz der Kategorie Qualitätswein prämiert.
Der Wein ist unverkäuflich, darf aber im Rahmen der Heimattage in Müllheim beim "Markt der Möglichkeiten" gekostet werden. Der weltweit einzigartige Gutedelgarten unterhalb der Burgruine Badenweiler wurde 2005 als rebenbotanischer Schaugarten angelegt. Auf einer Fläche von etwa 16 Ar – verteilt auf 14 Terrassen – gedeihen 480 Rebstöcke mit 70 Gutedel-Klonen aus aller Welt. Gepflegt, gehegt, geherbstet werden sie ehrenamtlich von der Agenda Schlossberg unter der Regie von Hans Hermann Bechinger und von der Kurparkgärtnerei Badenweiler unter der Leitung von Harald Schwanz. Der Weinberg und die Trauben gehören, wie auch die Kurparkgärtnerei, der Badenweiler-Thermen-Touristik (BTT). Anfang Oktober 2009 wurden 1486 Kilogramm Trauben mit einem Mostgewicht von 74 Grad Öchsle gelesen.

 

Gekeltert wird der Wein in der Ersten Markgräfler Winzergenossenschaft Schliengen-Müllheim. Kellermeister Philipp Dahm habe den Wein trotz der kleinen Menge "sehr sorgsam und liebevoll ausgebaut", lobt Bechinger. Mit der Auszeichnung werde das Vorurteil widerlegt, dass eine Klonenvielfalt den Geschmack beinträchtigen könnte, freut sich der Agenda-Leiter, und betont: "Dieser Preis ist für uns Ehrenamtliche Honorar und ein Ansporn zugleich."

 

Auf dem Etikett "Badenweiler Römerberg", ist als Zusatz ist zu lesen: "Ein Gruß aus dem Gutedelgarten". Der Wein nahm erstmals beim Gutedel-Cup teil, denn, so Harald Schwanz: "Wir wollten einfach wissen, wo wir qualitätsmäßig stehen."

 

In der vor zehn Jahren gegründeten Agenda Schlossberg sind 25 bis 40 Leute in mehreren Teams. "Jeder macht, was er am besten kann", sagt Bechinger. Die Lese könne aber nur von fachkundigen Helfern vorgenommen werden, da die Trauben selektiert geerntet werden müssen. Es liege der Agenda aber fern, den gewerblichen Weinerzeugern Konkurrenz zu machen. Da der Gutedelgarten-Wein nicht verkauft, sondern bei Ehrungen verschenkt werde, sei er jedoch ein Werbeträger für das ganze Markgräflerland, so Hans Hermann Bechinger.

 

Wein aus dem Gutedelgarten: Verkostung möglich beim Heimattage-Event "Markt der Möglichkeiten am Sonntag, 16. Mai, in Müllheim

Quelle: Badische Zeitung, Sigrig Umiger

 
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